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	<title>Insolvenz Archive - Restart Magazin</title>
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		<title>Akteure in der Insolvenz – eine Übersicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ilka Stiegler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jan 2026 08:08:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Akteure in der Insolvenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Gesellschafterversammlungen wird über zentrale strategische Fragen und die Unternehmensentwicklung entschieden. Dabei kann jedoch einiges schieflaufen. Es kann etwa zu fehlender Beschlussfähigkeit oder falsch dokumentierten Abstimmungen kommen. Umso wichtiger ist es, zu wissen, wie die Versammlung richtig vorbereitet und durchgeführt wird.</p>
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									<p><em>Eine Unternehmensinsolvenz ist ein komplexes Zusammenspiel gerichtlicher, unternehmensinterner, wirtschaftlicher und beratender Akteure. Der Erfolg einer Sanierung hängt hier von klar definierten Rollen, transparenten Zahlen und einer engen Koordination und Kooperation ab. Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Akteure und ihre Aufgaben.</em></p><h2><strong>1. Gerichtliche und staatliche Akteure</strong></h2><h3><strong>Das Insolvenzgericht (Amtsgericht am Unternehmenssitz)</strong></h3><ul><li>Prüft, ob ein Insolvenzgrund vorliegt: Überschuldung, (drohende) Zahlungsunfähigkeit</li><li>Leitet bei bestehendem Grund das (vorläufige) Insolvenzverfahren ein</li><li>Bestellt Insolvenzverwalter (Regelverfahren) oder Sachwalter (Eigenverwaltung, Schutzschirm)</li><li>Eröffnet das Verfahren</li><li>Schützt vor Vollstreckungsmaßnahmen der Gläubiger</li><li>Bestätigt den Insolvenzplan</li></ul><h3><strong>Die Bundesagentur für Arbeit</strong></h3><ul><li>Zahlt für bis zu drei Monate Insolvenzgeld, sichert damit Löhne und Gehälter der Beschäftigten</li><li>Unterstützt bei der Einrichtung von Transfergesellschaften</li><li>Begleitet Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen</li></ul><p> </p><h2><strong>2. Zentrale Verfahrensorgane</strong></h2><h3><strong>Der Insolvenzverwalter (Regelinsolvenz)</strong></h3><ul><li>Übernimmt operative und rechtliche Kontrolle über das Unternehmen</li><li>Sichert und verwertet die Insolvenzmasse, verteilt Erlöse an die Gläubiger</li><li>Entscheidet über Verträge sowie Fortführung, Verkauf oder Stilllegung des Betriebs</li></ul><h3><strong>Der Sachwalter (Eigenverwaltung und Schutzschirm)</strong></h3><ul><li>Überwacht eigenverwaltende Geschäftsführung und wirtschaftliche Lage</li><li>Berichtet an Gericht und Gläubiger</li><li>Hat Eingriffsrecht bei Pflichtverletzungen des Managements bis hin zur Anregung der Aufhebung der Eigenverwaltung</li></ul><p> </p><h2><strong>3. Unternehmensinterne Akteure</strong></h2><h3><strong>Die Geschäftsführung </strong></h3><ul><li>Regelinsolvenz: Auskunfts- und Mitwirkungspflichten, Verlust der Verwaltungs- und Entscheidungsbefugnis</li><li>Eigenverwaltung und Schutzschirm: Geschäftsführung bleibt im Amt, führt Betrieb operativ weiter, trägt Verantwortung für Sanierung, erstellt Insolvenzplan (mit Beratern)</li></ul><h3><strong>Die Gesellschafter</strong></h3><ul><li>Haben Einfluss auf Sanierungsstrategie, Finanzierung, Investorenprozess (abhängig von Rechtsform)</li><li>Können neue Mittel einbringen</li></ul><h3><strong>Die Mitarbeiter</strong></h3><ul><li>Sichern die Aufrechterhaltung des operativen Geschäfts</li><li>Haben Anspruch auf Insolvenzgeld</li><li>Sind betroffen von Sanierung, Personalabbau, Betriebsübergängen</li><li>Ihre Einbindung sowie eine transparente Kommunikation sind kritische Faktoren in der Neuaufstellung des Unternehmens</li></ul><p> </p><h2><strong>4. Gläubiger und Investoren</strong></h2><h3><strong>Die Gläubiger</strong></h3><ul><li>Sind die wirtschaftlich Betroffenen des Verfahrens</li><li>Typische Gruppen: Banken, Lieferanten, Vermieter, Finanzamt, Mitarbeiter, Kunden</li><li>Können ihre Forderungen zur Insolvenztabelle anmelden</li><li>Befriedigung in der Regel über Insolvenzquote und Massezahlungen</li></ul><h3><strong>Der Gläubigerausschuss</strong></h3><ul><li>Überwachung von Insolvenzverwalter oder eigenverwaltender Geschäftsführung</li><li>Zustimmung zu wesentlichen Maßnahmen</li><li>Wird vom Gericht eingesetzt (nicht in jedem Verfahren)</li></ul><h2><strong>Die strategischen Investoren oder Finanzinvestoren </strong></h2><ul><li>Können ganze Unternehmen oder Unternehmensteile aus der Krise erwerben</li><li>Stellen Finanzierung für die Sanierung, den Neustart und die langfristige Fortführung sicher</li></ul><p> </p><h2><strong>5. Berater und Spezialakteure bei Bedarf</strong></h2><h3><strong>Die Berater (Auswahl)</strong></h3><ul><li>Kaufmännische Berater: unterstützen bei Finanz- und Liquiditätssteuerung, Controlling, Sanierungs- und Zukunftsplanung</li><li>M&amp;A-Berater: strukturieren Verkaufsprozesse, suchen und sprechen mögliche Investoren an, begleiten Verkaufsverhandlungen</li></ul><h3><strong>Der CRO (Chief Restructuring Officer)</strong></h3><ul><li>Krisen- und Transformationsmanager auf Zeit</li><li>Stabilisiert das operative Geschäft</li><li>Wirkt an der Zukunftsstrategie des Unternehmens mit</li></ul><h3><strong>Der Verfahrensbevollmächtigte</strong></h3><ul><li>Erstellt Insolvenzantrag</li><li>Begleitet das gesamte Verfahren rechtlich</li><li>Arbeitet Insolvenzplan aus, begleitet dessen Abstimmung</li></ul><p> </p><p><em>Sie haben Fragen oder stehen vor einem Sanierungsfall? Wenden Sie sich gern an unseren <a href="https://abg-consulting.de/ueber-uns/unsere-berater/" target="_blank" rel="noopener">Experten </a></em><em>Simon Leopold. Bei rechtlichen oder insolvenzrechtlichen Fragen zu dieser Thematik konsultieren Sie Ihren Rechtsanwalt mit entsprechender Expertise.</em></p><p> </p><p><strong><em>FAQ zu den Insolvenzakteuren</em></strong></p><p><strong><em>Wer führt das Unternehmen in der Insolvenz?</em></strong><em><br />In der Regelinsolvenz der Insolvenzverwalter. In der Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung verantwortlich, überwacht durch den Sachwalter.</em></p><p><strong><em>Wann wird ein CRO eingesetzt?<br /></em></strong><em>Wenn operative Sanierungskompetenz und schnelle Umsetzung erforderlich sind: oft bereits in einer frühen Krisenphase; teilweise mit oder unmittelbar nach Insolvenzantrag oder aber zu Insolvenzbeginn.</em></p><p><em> </em></p><p><strong><em>Welche Rolle spielen Investoren in der Insolvenz?</em></strong><em><br />Investoren ermöglichen Neustart und langfristige Fortführung eines Betriebs durch Übernahme von Unternehmen oder Unternehmensteilen.</em></p><p><strong><em>Ist ein Verfahrensbevollmächtigter verpflichtend?</em></strong></p><p><em>Nein. Die Insolvenzordnung schreibt keinen Verfahrensbevollmächtigten vor. Ein Unternehmen kann sich selbst vertreten, z. B. durch Geschäftsführung, Vorstand oder interne Juristen. Gerade bei Eigenverwaltung und Schutzschirm ist rechtliche Begleitung allerdings ratsam. </em></p><p> </p>								</div>
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		<title>Experteninterview: Insolvenzrelevante Hinweispflichten für Steuerberater</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ilka Stiegler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jun 2024 06:47:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das deutsche Insolvenzrecht umfasst viele Bereiche und ändert sich stetig. Auch Steuerberater müssen sich mit den Regelungen und Pflichten befassen. Gerade wenn es um die Zahlungsfähigkeit geht, heißt es für sie, sorgfältig zu arbeiten und ihr Wissen um potenzielle Risiken zu teilen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://restartmagazin.de/aktuelles/experteninterview-insolvenzrelevante-hinweispflichten-fuer-steuerberater/">Experteninterview: Insolvenzrelevante Hinweispflichten für Steuerberater</a> erschien zuerst auf <a href="https://restartmagazin.de">Restart Magazin</a>.</p>
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									<p><em>Das deutsche Insolvenzrecht umfasst viele Bereiche und ändert sich stetig. Auch Steuerberater müssen sich mit den Regelungen und Pflichten befassen. Gerade wenn es um die Zahlungsfähigkeit geht, heißt es für sie, sorgfältig zu arbeiten und ihr Wissen um potenzielle Risiken zu teilen. Folker Hochmuth, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht sowie Fachanwalt für Steuerrecht bei der Wirtschaftskanzlei Beck Rechtsanwälte, spricht über die insolvenzrelevanten Hinweispflichten steuerlicher Berater.</em></p><p> </p><p><strong>Herr Hochmuth, welchen insolvenzrelevanten Hinweispflichten müssen Steuerberater mittelständischer Unternehmen nachkommen? Sind diese sich dessen bewusst?</strong></p><p>Jüngere insolvenzrechtliche Entscheidungen in der Rechtsprechung befassen sich nach wie vor mit den Warn- und Hinweispflichten von Steuerberatern. Dabei wird das Augenmerk auf den vom Unternehmen mandatierten Berater gelegt, der nicht explizit mit der unmittelbaren Insolvenzberatung beauftragt ist. Nach meiner Erfahrung ist sich der für die kleinen und mittelständischen Unternehmen tätige Steuerberater diesen Verpflichtungen häufig selbst nicht bewusst. Das Mandatsverhältnis zwischen Berater und Unternehmen ist meist von einer regionalen Verbundenheit und zum Teil auch persönlichen Vertrautheit geprägt. Wobei der Fokus in der Verbuchung und Abgabe steuerlicher beziehungsweise sozialversicherungsrechtlicher Erklärungen liegt.</p><p>Der Steuerberater muss bei der Erstellung des Jahresabschlusses jedoch darauf achten, die handelsrechtliche Fortführungsprognose tatsächlich und rechtlich zutreffend zu erstellen. Dabei hat er seinen Kenntnisstand zu aktualisieren und bei negativen Anhaltspunkten die Einschätzung des Unternehmers einzuholen. Eine Verarbeitung des Zahlenwerkes durch Mitarbeiter im Steuerbüro genügt dem meiner Einschätzung nach nicht. Gefordert ist die Kommunikation zwischen Mandant und Berater. Diese kommt oft zu kurz: Nicht selten fehlt das Gespräch über die Unternehmenslage.</p><p>Neben der Tätigkeit zur Datenverarbeitung und -versendung sollten die Steuerberater daher auch Anhaltspunkten für eine bilanzielle Überschuldung, wiederholte Verluste und ständig ungedeckte Fehlbeträge nachgehen. Hinweispflichten entstehen, wenn ein Insolvenzgrund erkannt wird oder ernsthafte Anzeichen dafür vorliegen, dass sich der Mandant der möglichen Insolvenzreife nicht bewusst ist.</p><p> </p><p><strong>Was ist der Hintergrund der Hinweispflichten?</strong></p><p>Nach meiner Wahrnehmung wird mit der Rechtsprechung vom Steuerberater eingefordert, sein Wissen an den Mandanten weiterzugeben: Dieser soll seinem Beratungsmandat in den notwendigen Fällen nachkommen. Eine Forderung, die ich im Rahmen meiner anwaltlichen Tätigkeit auch immer wieder von Unternehmern gespiegelt bekomme. Hier zeigt sich, dass die Tätigkeiten der Unternehmen und der Steuerberater über die Jahre immer stärker von bürokratischem Aufwand geprägt wurden, der die Beratung zurückgedrängt hat.</p><p>Die Rechtsprechung macht die wechselseitigen Verantwortlichkeiten deutlich. Denn der Berater darf sich notwendigen Rückfragen des Unternehmers nicht verschließen. Auch wenn der erstellte Jahresabschluss mängelfrei ist, können weitergehende Hinweispflichten auf eine mögliche Insolvenzreife bestehen. Hier gilt es, den Unternehmer zu sensibilisieren.      </p><p> </p><p><strong>Welche Risiken bestehen für Berater, wenn sie der Verpflichtung nicht nachkommen?</strong></p><p>Der Steuerberater kann der Gesellschaft für den aus einer Insolvenzverschleppung entstandenen Schaden haften. Dies gilt zumindest so weit, wie der Schadensersatz im Insolvenzfall nicht durch Rückgewähr krisenbedingter Zahlungen von Gläubigern oder durch Ersatzleistungen der Geschäftsführung durchzusetzen ist. Da es sich dabei meist um hohe Beträge handelt sowie die Sach- und Rechtslage mehrdeutig ist, trifft diese Verantwortlichkeit den Steuerberater in unverhältnismäßiger Weise zu dem, was er für das Mandat honoriert bekam.</p><p>Allein die Verletzung von Hinweispflichten führt aber nicht zwingend zur Haftung. Denn es ist oft schwierig festzustellen, ob ein Schaden direkt durch eine bestimmte Handlung oder ein Versäumnis, etwa des Steuerberaters, verursacht wurde. Außerdem ist kaum vorherzusagen, wie sich das Unternehmen verhalten hätte, wenn es ordnungsgemäß informiert worden wäre.</p><p> </p><p><strong>Was würden Sie Steuerberatern empfehlen?</strong></p><p>Meine Empfehlung an die Berater ist, anhand des erstellten Zahlenwerks das Gespräch mit dem Unternehmer zwingend zu führen. Mit elektronischen Hilfsmitteln kann sich der Steuerberater Unregelmäßigkeiten in den Kennzahlen oder Abweichungen markieren lassen und die Kommunikation darauf ausrichten. Diese Kommunikation sollte ebenso dokumentiert werden, wie die vom Mandanten dazu gemachten Angaben und die im Ergebnis erteilten Hinweise. Dies dient der Klarheit und Nachvollziehbarkeit auf beiden Seiten.    </p><p>   </p><p><em>Sie haben individuelle Fragen zum Thema? Sprechen Sie mich gern an.</em></p>								</div>
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									<p>Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht</p><p><b style="background-color: var(--theme-body-bg-color); color: var(--theme-body-font-color);">Beck Rechtsanwälte</b></p><p>Mail: Hochmuth@anwaelte-beck.de</p><p>Telefon: +49 361 3494 943 0</p><p><span style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14.5px; font-style: normal; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400;">Mehr Informationen: </span><span style="font-family: Arial, sans-serif; background-color: var(--theme-body-bg-color); color: var(--theme-body-font-color);">http://www.anwaelte-beck.de/</span></p><p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"> </p>								</div>
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		<title>Besonderheiten vom Rechnungswesen in der Insolvenz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ilka Stiegler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Nov 2023 07:45:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Insolvenz]]></category>
		<category><![CDATA[Rechnungswesen]]></category>
		<category><![CDATA[Zahlungsunfähigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In einem turbulenten Geschäftsumfeld werden Unternehmen tagtäglich mit finanziellen Herausforderungen konfrontiert. Besonders in volatilen Zeiten kann das zur Zahlungsunfähigkeit führen.</p>
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									<p><em>In einem turbulenten Geschäftsumfeld werden Unternehmen tagtäglich mit finanziellen Herausforderungen konfrontiert. Besonders in volatilen Zeiten kann das zur Zahlungsunfähigkeit führen. Tritt dieser Fall ein oder ist er abzusehen, ist nicht nur das operative Geschäft betroffen, sondern auch das Rechnungswesen. Was in der Insolvenz hier zu beachten ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.</em></p><p>Ein funktionierendes Rechnungswesen ist essenziell für die Unternehmenssteuerung im normalen Geschäftsbetrieb. Das betriebliche Rechnungswesen plant, steuert und überwacht das wirtschaftliche Geschehen einer Firma. Es umfasst die Finanzbuchhaltung, die die finanzielle Situation nach außen darstellt, die Kosten- und Leistungsrechnung zur zukunftsorientierten Analyse und die Finanzplanung für realistische Gewinn- und Verlustprognosen. Kommt es zur Insolvenz, ist das Rechnungswesen nicht nur mit alltäglichen Anforderungen ordnungsgemäßer Buchführung, sondern zusätzlich mit insolvenzrechtlichen Herausforderungen konfrontiert. Denn: Allen Beteiligten muss die wirtschaftliche Entwicklung für jeden Verfahrensabschnitt vollständig und transparent dargelegt werden können.</p><p><strong>Phasen der Insolvenz</strong></p><p>Um die Besonderheiten des Rechnungswesens in der Insolvenz darzustellen, wird der Insolvenzprozess im Folgenden in Abschnitte eingeteilt.<strong> Praxistipp</strong>: Geschäftsvorfälle sollten in der Finanzbuchhaltung den verschiedenen Leistungszeiträumen des Insolvenzverfahrens zugeordnet werden: vor der Insolvenz, Insolvenzantragsverfahren und eröffnetes Insolvenzverfahren. Für die Zuordnung ist eine Kennzeichnung von Belegen – etwa mit einem Stempel – entsprechend der betroffenen Zeiträume sinnvoll. Außerdem muss eine Veränderung in der Kreditorenbuchhaltung vorgenommen werden: Um einen besseren Überblick zu haben, welche Verbindlichkeiten später in die Insolvenztabelle aufgenommen werden können, müssen Kreditoren vor dem Insolvenzantrag und nach dem Insolvenzantrag unterschiedlich bezeichnet werden.</p><p><strong>Antragstellung: </strong>Der Insolvenzantrag markiert den offiziellen Beginn des Insolvenzverfahrens. Das Rechnungswesen muss dazu alle für die gerichtliche Prüfung erforderlichen Unterlagen zusammenstellen, darunter Finanzberichte und Schuldnachweise. In diesem Zusammenhang ist auch eine Inventur der Vermögenswerte sowie der vom Unternehmen bezogenen Medien wie Öl, Gas oder Strom durchzuführen. Bestimmte Zahlungen wie Löhne und Gehälter werden zur Zeit der Antragstellung möglicherweise nicht mehr getätigt, müssen aber trotzdem vollständig buchhalterisch erfasst werden: Gläubiger können die offenen Forderungen später zur Insolvenztabelle anmelden.</p><p><strong>Vorläufiges Insolvenzverfahren: </strong>Damit das Verfahren eröffnet werden kann, muss die Firma den Grund der Insolvenz nachweisen und regelmäßige Berichte für den vorläufigen Insolvenzverwalter oder Sachwalter erstellen. Zudem ist eine separate Insolvenzbuchführung erforderlich, um Transaktionen und finanzielle Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Verfahren zu dokumentieren. Eine fortlaufende Überprüfung der finanziellen Leistung des Betriebs stellt zugleich sicher, dass finanzielle Ressourcen effizient genutzt werden, um die Chancen auf eine erfolgreiche Sanierung zu maximieren. Am Ende der Phase muss eine Schlussbilanz aufgestellt werden. <strong>Achtung:</strong> Finanzielle Mittel müssen im Verfahren immer durch den zuständigen Sachwalter oder Insolvenzverwalter freigegeben werden.</p><p><strong>Eröffnetes Insolvenzverfahren: </strong>Mit der Eröffnung des Verfahrens beginnt ein neues Wirtschaftsjahr. Hierfür sind weitere Inventuren und die Erstellung eines Abschlussberichts für das abgeschlossene Geschäftsjahr erforderlich. Zudem muss das Unternehmen eine neue Steuernummer beim zuständigen Finanzamt und eine neue Betriebsnummer bei der Bundesagentur für Arbeit beantragen.</p><p><strong>Aufhebung des Insolvenzverfahrens:</strong> Ist das Insolvenzverfahren überstanden, wird der normale Geschäftsbetrieb wieder fortgesetzt. Wobei dem Rechnungswesen hier eine besondere Rolle zukommt. Es ist fortan für die Überwachung und Einhaltung von Vereinbarungen verantwortlich, die während des Verfahrens getroffen wurden.</p><p><em>Sie möchten sich näher über das Finanzmanagement in der Insolvenz informieren? Melden Sie sich gern bei unserer Expertin <a href="https://abg-consulting.de/ueber-uns/unsere-berater/" target="_blank" rel="noopener">Ramona Olenizak</a></em><em>. Für alle juristischen Details sprechen Sie bitte mit Ihrem insolvenzrechtlich versierten Rechtsanwalt. </em></p>								</div>
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															<img decoding="async" width="1024" height="682" src="https://restartmagazin.de/wp-content/uploads/2023/11/Ramona_2-1024x682-1.jpg" class="attachment-large size-large wp-image-1644" alt="" srcset="https://restartmagazin.de/wp-content/uploads/2023/11/Ramona_2-1024x682-1.jpg 1024w, https://restartmagazin.de/wp-content/uploads/2023/11/Ramona_2-1024x682-1-300x200.jpg 300w, https://restartmagazin.de/wp-content/uploads/2023/11/Ramona_2-1024x682-1-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" />															</div>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Ramona Olenizak</h2>				</div>
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									<p>Unternehmensberaterin</p><p><strong>ABG Consulting-Partner GmbH &amp; Co. KG</strong></p><p>Mail: olenizak@abg-partner.de</p><p><span style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14.5px; font-style: normal; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400;">Mehr Informationen: </span><a style="font-style: normal; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; font-size: 14.5px; font-family: Arial, sans-serif; background-color: #ffffff; color: var(--theme-link-hover-color);" href="https://abg-consulting.de/" target="_blank" rel="noopener">https://abg-consulting.de/</a></p>								</div>
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