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	<title>Simon Leopold, Autor bei Restart Magazin</title>
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		<title>Kommt das StaRUG als Sanierungsansatz nicht in Gang?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Simon Leopold]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Mar 2022 08:20:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Anfang 2021 können Unternehmen bei drohender Zahlungsunfähigkeit eine außergerichtliche Restrukturierung in Anspruch nehmen. Doch wie eine aktuelle Statistik zeigt, wurde diese Möglichkeit bisher nur von wenigen Betrieben genutzt. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://restartmagazin.de/aktuelles/kommt-das-starug-als-sanierungsansatz-nicht-in-gang/">Kommt das StaRUG als Sanierungsansatz nicht in Gang?</a> erschien zuerst auf <a href="https://restartmagazin.de">Restart Magazin</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Interview mit Simon Leopold</strong></p>
<p>Seit Anfang 2021 können Unternehmen bei drohender Zahlungsunfähigkeit eine außergerichtliche Restrukturierung in Anspruch nehmen. Doch wie eine aktuelle Statistik zeigt, wurde diese Möglichkeit bisher nur von wenigen Betrieben genutzt. Laut einer Erhebung für den aktuellen INDat-Report gab es bei den 24 zuständigen Restrukturierungsgerichten im letzten Jahr nur 22 Anzeigen für ein solches Verfahren. Vier davon mündeten in gerichtliche Restrukturierungspläne. Fünf Anzeigen wurden wieder zurückgezogen. Neun der 24 Restrukturierungsgerichte hatten überhaupt noch keine Berührung mit StaRUG-Verfahren. Wir sprachen mit Sanierungsexperte Simon Leopold über mögliche Ursachen der geringen Resonanz.</p>
<p><strong>Herr Leopold, ist das StaRUG damit schon im ersten Jahr gescheitert?</strong></p>
<p>Das sollte etwas differenzierter betrachtet werden. Es ist eine sehr geringe Anzahl von angezeigten Fällen, das stimmt. Dies hängt sicher aber auch damit zusammen, dass so ein Verfahren nicht zwangsläufig unter Einbeziehung eines Gerichts stattfinden muss. Im Prinzip ist eine präventive Restrukturierung auch außergerichtlich möglich und muss nur unter bestimmten Bedingungen bei Gericht angezeigt werden – etwa, wenn eine Gläubigerminderheit überstimmt werden soll. Zudem merken manche Beobachter zu Recht an, dass wir generell in einer Zeit niedriger Insolvenzfälle leben, da der Staat vielen Unternehmen zu Hilfe gekommen ist. Diese Umstände werden ebenfalls Einfluss auf die Restrukturierungslandschaft haben. Im Grunde bietet das StaRUG aber durchaus sinnvolle Ansätze für Unternehmen, die sich frühzeitig finanzwirtschaftliche sanieren möchten.</p>
<p><strong>Welche Vorteile hat das StaRUG Ihrer Meinung nach?</strong></p>
<p>Der vielleicht größte Vorteil ist das Mehrheitsprinzip. Das heißt, über Maßnahmen wie das Kürzen von Forderungen wird mit den Gläubigern abgestimmt – einzelne Verweigerer können also im Zweifel überstimmt werden. Insgesamt bietet das StaRUG Unternehmen in der Theorie zahlreiche Möglichkeiten, um sich finanziell neu aufzustellen: Forderungen können gestundet oder gekürzt, Verträge mit Finanzierern und Beteiligungsverhältnisse neugestaltet werden. Hinzu kommt die Möglichkeit, sich für die Zeit der Restrukturierung vor Vollstreckungsmaßnahmen der Gläubiger zu schützen oder eine Sanierungsmoderation hinzuzuziehen. Dennoch kann das StaRUG manche praktischen Sanierungsherausforderungen nicht lösen – und vielleicht liegt auch darin ein Grund für die bisher geringe Resonanz.</p>
<p><strong>Könnten Sie diese Grenzen des Gesetzes näher erläutern?</strong></p>
<p>Das StaRUG ist von seiner Ausrichtung her eher für eine finanzwirtschaftliche Neuaufstellung geeignet – also für im Kern gesunde Unternehmen, deren Finanzen wieder geradegerückt werden sollen. Bei manchen Firmen gehen die Herausforderungen jedoch tiefer: Struktur, Angebot, Kundenstamm, Geschäftsprinzip – alles muss auf den Prüfstand. Denken Sie etwa an Händler, die unter den Einschränkungen der Pandemie schwer gelitten haben und sich dringend neu aufstellen müssen. Hier ist für viele die Kündigung oder Anpassung bestehender Mietverhältnisse ein zentraler Sanierungsansatz. Eine kurzfristige Kündigung laufender Verträge ist mit dem StaRUG aber nicht möglich. Deshalb kommt für diese Unternehmen eher eine Sanierung über Insolvenz in Eigenverwaltung, ein Schutzschirmverfahren oder eine Regelinsolvenz in Betracht. Das StaRUG hat einen weiteren Nachteil: In einem solchen Verfahren wird kein Insolvenzgeld für ausstehende Löhne der Beschäftigten gezahlt – diese Leistung fließt in gerichtlichen Verfahren hingegen für bis zu drei Monate. Auch dies kann ein Grund für die bisherige Zurückhaltung in Sachen StaRUG sein. Abschreiben würde ich das Restrukturierungsgesetz dennoch keinesfalls. Die Frage, welches Verfahren für welches Unternehmen tatsächlich geeignet ist, lässt sich in der Praxis nämlich gar nicht immer so leicht beantworten. Da hilft nur eine rechtzeitige und fundierte Betrachtung des jeweiligen Falls.</p>
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									<p><span style="color: #000000; font-family: Arial, sans-serif;">Geschäftsführer ABG Consulting-Partner GmbH &amp; Co. KG</span></p>
<p>Telefon: +49 351 437 55-48</p>
<p><a href="mailto:leopold@abg-partner.de">leopold@abg-partner.de</a></p>
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		<title>Digitalisierung, Halbleitermangel und Co. – So steht es um die Automobilindustrie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Simon Leopold]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jan 2022 09:57:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ende Januar 2020 wurde der erste bekannte Fall von Covid-19 in Deutschland bestätigt. Seitdem hat sich das Leben und Arbeiten verändert. Auch die Automobilindustrie bleibt davon nicht verschont. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://restartmagazin.de/aktuelles/digitalisierung-halbleitermangel-und-co-so-steht-es-um-die-automobilindustrie/">Digitalisierung, Halbleitermangel und Co. – So steht es um die Automobilindustrie</a> erschien zuerst auf <a href="https://restartmagazin.de">Restart Magazin</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Ende Januar 2020 wurde der erste bekannte Fall von Covid-19 in Deutschland bestätigt. Seitdem hat sich das Leben und Arbeiten verändert. Auch die Automobilindustrie bleibt davon nicht verschont. Doch nicht nur die Corona-Krise stellt die Branche vor immense Herausforderungen. Halbleitermangel, Digitalisierung und Elektromobilität erzwingen strategische Weichenstellungen. Aufgrund der anhaltenden Herausforderungen teilt sich die Autoindustrie zunehmend in Gewinner und Verlierer auf.</em></p>
<p><strong> </strong><strong>Handlungsdruck in der Autoindustrie nimmt deutlich zu </strong></p>
<p>In den letzten Jahren haben der Dieselskandal und die Corona-Pandemie die hiesige Autoindustrie in Bedrängnis gebracht. 2021 sollte das Jahr werden, in dem sich die Branche erholen und neue Absatzrekorde vermelden wollte. Es sollte allerdings anders kommen: Kaum zogen die Vorbestellungen für die Fahrzeuge wieder an, stand mit Materialengpässen die nächste Herausforderung auf dem Plan. Nach wie vor sind Chips und Halbleiter für bestimmte Branchen Mangelware. Das führte in den letzten Monaten immer wieder dazu, dass die Automotivehersteller ihre Produktionen drosseln und teilweise sogar ganz stoppen mussten. Ausfälle der Zulieferfabriken in den USA und Japan sowie Probleme in den globalen Lieferketten verstärken die Situation. Viele Hersteller können daher nicht die gewünschte Menge an Fahrzeugen produzieren.</p>
<p><strong>Neue Technologie und „Auto as a Service“</strong></p>
<p><strong> </strong>Bei den Autobauern und ihren Lieferanten besteht jedoch nicht nur aufgrund des Rohstoffmangels Anspannung – in erster Linie herrscht hier durch die Umstellung auf neue Technologien Anpassungsbedarf. Der E-Auto-Anteil am Gesamtmarkt wird bis 2030 global voraussichtlich 28 Prozent und in Europa sogar mehr als ein Drittel betragen. Der Erfolg der deutschen Automobilindustrie basiert seit vielen Jahrzehnten jedoch auf der Expertise im Bereich des Verbrennungsmotors. German Engineering wurde dafür lange Zeit weltweit bewundert und geschätzt. Diese Technologieführerschaft auch zukünftig aufrecht zu erhalten, wird schwierig, denn die Elektromobilität ist auf dem Vormarsch und bietet schon jetzt innovative Lösungen. Die technische Umstellung auf Elektrofahrzeuge fällt der Automobilbranche derzeit aber noch schwer.</p>
<p>Wohl noch gravierender ist, dass das Produkt „Auto“ selbst eine grundlegende Veränderung erfährt. Es wird vernetzter, autonomer, jedoch auch austauschbarer. In Zukunft wird es mehr und mehr um Mobilität als Service und Teil der Nutzererfahrung gehen. Damit verlieren Autos zunehmen ihren ideellen Wert als Statussymbol – und die Hersteller ein jahrzehntelanges Verkaufsargument. Es wird künftig erforderlich sein, Kfz mehr und mehr in Sharing-, Abonnement- und Function-on-Demand-Modelle zu überführen.</p>
<p><strong> </strong><strong>Mobilitätswandel in den Städten</strong></p>
<p><strong> </strong>Viele Metropolen der Welt haben damit begonnen, ihre Infrastrukturplanung vom Auto auf andere Verkehrsmittel wie das Fahrrad zu verlagern. Einige Städte planen in den nächsten 15 bis 20 Jahren sogar ein komplettes Pkw-Verbot. Der Anteil der Weltbevölkerung, der in Städten lebt, liegt bei über 50 Prozent. Damit kann sich die Branche ausrechnen, wie stark der Autoabsatz wohl zurückgehen wird. Auch wenn nicht alle Metropolen die Maßnahmen gleich konsequent umsetzen werden, wird die Nachfrage nach Autos über kurz oder lang sinken. Elektroroller, Carsharing und irgendwann vielleicht sogar autonome Robotertaxis – all dies wird noch viele Menschen dazu veranlassen, ihr Auto aufzugeben. Da viele Hersteller den frühen Einstieg in diese Märkte verpasst haben, wird es schwierig, die Absatzausfälle auszugleichen.</p>
<p><strong>Risiken für Autozulieferer </strong></p>
<p>Die Herausforderungen nehmen insbesondere für kleine Zulieferer zu. Experten sind sich einig: Eine anhaltende Planungsunsicherheit könnte zu einem Dominoeffekt führen, der einen weitreichenden Bedarf an Restrukturierungen nach sich zieht. Insbesondere Zulieferer, die stark von einzelnen Regionen, Autoherstellern und Fahrzeugklassen abhängig sind, müssen sich auf große Schwankungen einstellen. Die Aussichten für diese Unternehmen sind somit in einem ohnehin kritischen Marktumfeld alles andere als optimistisch.</p>
<p><strong> </strong><strong>Erfolgsaussichten für Autohersteller </strong></p>
<p>Es scheint paradox: Während viele Zulieferer ums Überleben kämpfen, erzielen die Autohersteller durch ihre Fokussierung auf markenstarke Modelle und Preissteigerungen beispiellose Gewinne. Laut einer<a href="https://www.ey.com/de_at/news/2021/11/ey-automotive-bilanzanalyse-q3-2021" target="_blank" rel="noopener"> Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst &amp; Young</a> stieg der Betriebsgewinn der weltweit 16 größten Hersteller im dritten Quartal 2021 trotz eines Umsatzrückgangs von 16 Prozent um 11,4 Prozent auf einen Rekordwert. Eine aktuelle <a href="https://www.automobil-produktion.de/hersteller/wirtschaft/das-war-das-jahr-2021-in-der-automobilindustrie-63-160.html" target="_blank" rel="noopener">Alix-Partners-Studie</a> zeigt zudem, dass sich die Hersteller insbesondere im Bereich der Elektromobilität künftig einen höheren Erlös als bisher erhoffen.</p>
<p><strong>Handlungsbedarf erforderlich </strong></p>
<p><strong> </strong>Alle Akteure der Branche sind weiterhin dazu angehalten, trotz der fortwährenden Krisen in die Zukunftsthemen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Elektromobilität zu investieren. Die Automobilindustrie ist zwar an den Herausforderungen der letzten Jahre nicht zerbrochen. Dennoch befindet sie sich in einem grundlegenden Wandlungsprozess, dessen Konsequenzen nicht nur im nächsten Jahr, sondern wahrscheinlich weit darüber hinaus spürbar sein werden. Auf die Branche kommen durch Anpassungen bei Angebot und Prozessen mittelfristig hohe finanzielle Belastungen und strukturelle Veränderungen zu. Es wird unerlässlich sein, den Fokus auf Krisenmanagement und gesteuerte Transformation zu richten.</p>
<p><em>Sie haben Fragen? Gerne unterstützt Sie unser Experte bei der Sicherung Ihrer Liquidität, im Sanierungsprozess oder bei der Neuausrichtung Ihres Geschäftsmodells.</em></p>
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		<title>Der Sanierungsertrag und seine Besonderheiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Simon Leopold]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Aug 2021 08:52:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Sanierungsgewinn oder –ertrag ist der bilanzielle Gewinn, der sich ergibt, wenn einem Unternehmen Schulden erlassen werden. Dazu ist ein teilweiser oder vollständiger Forderungsverzicht durch die Gläubigerinnen und Gläubiger nötig. [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Sanierungsgewinn oder –ertrag ist der bilanzielle Gewinn, der sich ergibt, wenn einem Unternehmen Schulden erlassen werden. Dazu ist ein teilweiser oder vollständiger Forderungsverzicht durch die Gläubigerinnen und Gläubiger nötig. Zu einem solchen Schuldenerlass, und damit zum Sanierungsgewinn, kann es sowohl in einem gerichtlichen Insolvenzverfahren als auch bei einer außergerichtlichen Sanierung kommen.</p>
<p><strong>Steuerfrei – unter bestimmten Voraussetzungen</strong></p>
<p>Der Sanierungsgewinn ist in der Regel steuerbefreit. Dazu muss der Verzicht der Gläubigerinnen und Gläubiger jedoch zwingend mit der Absicht der Unternehmenssanierung erfolgen. Eine Steuerbegünstigung infolge eines Forderungsverzichts im Verfahren ist beispielsweise nicht möglich, wenn der Insolvenzplan etwa die Liquidation einer Gesellschaft vorsieht. Denn dies läuft der besagten Sanierungsabsicht zuwider. Die Grundlage für einen außergerichtlichen Schuldenerlass ist beispielsweise ein Vergleich oder ein Restrukturierungsplan – im Verfahren ist es meist der entsprechende Insolvenzplan, der von Gericht und Gläubigern bestätigt wird.</p>
<p><strong>Keine separate Beantragung nötig</strong></p>
<p>Die Steuerfreiheit des Sanierungsertrages gilt sowohl für die Gewerbe- als auch für die Körperschaftsteuer. Dabei muss die Befreiung nicht separat beantragt werden – eine aufwändige Abstimmung mit dem Finanzamt oder Stadt und Gemeinde ist nicht nötig. Allerdings ist diese steuerliche Behandlung an einige Voraussetzungen geknüpft. So muss neben der eindeutigen Sanierungsabsicht der Gläubigerinnen und Gläubiger das Unternehmen selbst auch sanierungsbedürftig und –fähig sein. Außerdem muss der Forderungsverzicht zur Sanierung des Unternehmens geeignet sein. Das heißt: Ein Verzicht, der nicht zur Rettung eines Betriebes beitragen kann, ermöglicht auch keine steuerliche Begünstigung.</p>
<p><strong>Weitere Besonderheiten des Sanierungsertrages</strong></p>
<p>Mit dem Gewinn aus einem Forderungsverzicht können nicht alle Kosten der Sanierung verrechnet werden, etwa keine Beratungskosten oder Aufwände für das Erstellen eines Sanierungsplans. Außerdem mindert der Sanierungsgewinn Verluste. Damit soll eine mehrfache Begünstigung durch den steuerfreien Sanierungsertrag und gleichzeitige Verlustvorträge verhindert werden. Verluste aus dem Sanierungsjahr, den Vorjahren und den Folgejahren müssen – in eben dieser Reihenfolge – mit dem Sanierungsgewinn verrechnet werden. Besteht dann immer noch ein Restbetrag, kann dieser weiterhin Verluste mindern – beispielsweise bei einer Tochtergesellschaft.</p>
<p><strong>Lange Unsicherheit in der Besteuerung</strong></p>
<p>Die heutigen Regelungen zum Sanierungsgewinn gelten seit dem Jahressteuergesetz 2018. Zuvor herrschte lange Zeit Unsicherheit, wie Erträge aus Forderungsverzichten steuerlich zu behandeln sind. Bis 1998 waren sie steuerfrei. Dann wurde eine Besteuerung eingeführt, die allerdings 2003 durch einen Sanierungserlass des BMF faktisch außer Kraft gesetzt wurde. Diese Steuerbefreiung galt allerdings nur für die Körperschaft-, nicht aber für die Gewerbesteuer. Letztere konnte nach dem Ermessen der entsprechenden Gemeinde weiterhin eingezogen werden. 2016 wurde der Erlass des BMF wiederum vom Großen Senat des Bundesfinanzhofes gekippt – mit der Begründung, dieser sei nicht gesetzmäßig. Die Besteuerung galt nun wieder in vollem Umfang. In der Folge arbeitete der Gesetzgeber an einer eindeutigen und für beide Steuerarten geltende Regelung. Diese konnte zwei Jahre später schließlich in Kraft treten.</p>
<p><em>Dieses Thema interessiert Sie? Sie möchten mehr dazu erfahren oder benötigen generell Rat und Tat in Sachen Sanierung, Restrukturierung oder Insolvenz? Wir und die Steuerexperten aus unserem Netzwerk unterstützen Sie gern!</em></p>
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									<p><span style="color: #000000; font-family: Arial, sans-serif;">Geschäftsführer ABG Consulting-Partner GmbH &amp; Co. KG</span></p>
<p>Telefon: +49 351 437 55-48</p>
<p><a href="mailto:leopold@abg-partner.de">leopold@abg-partner.de</a></p>
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		<title>Distressed M&#038;A Verfahren: Erfolgsfaktoren und Hindernisse</title>
		<link>https://restartmagazin.de/allgemein/distressed-ma-verfahren-erfolgsfaktoren-und-hindernisse/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Simon Leopold]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Mar 2021 10:55:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Experten sprechen bei dieser besonderen Form der Übernahme von den sogenannten Distressed M&#38;A Verfahren, kurz für Mergers &#38; Acquisitions: Neben Verkäufen aus der Insolvenz zählen dazu auch Transaktionen in Sondersituationen [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Experten sprechen bei dieser besonderen Form der Übernahme von den sogenannten Distressed M&amp;A Verfahren, kurz für Mergers &amp; Acquisitions: Neben Verkäufen aus der Insolvenz zählen dazu auch Transaktionen in Sondersituationen wie generelle Restrukturierungsprozess oder die Veräußerung  von Unternehmenssparten in der Krise. Das Finance Magazin geht laut einer dem Verlag vorliegenden Deloitte-Studie von einer steigenden Anzahl der <a href="https://www.finance-magazin.de/deals/ma/kommt-die-wende-bei-distressed-ma-bewertungen-2076461/" target="_blank" rel="noopener">Distressed</a>-Transaktionen in den kommenden Monaten aus. Befragt wurden dafür mehr als 2.000 Berater, Finanzierer, CROs, Insolvenzverwalter und Investoren zu ihrer Einschätzung zu Trends und Entwicklungen am deutschen Distressed-Markt. Einen Anstieg der Distressed-Deals am deutschen Markt erwarten demnach rund 83 Prozent der Studienteilnehmer, 18 Prozent gehen sogar von „deutlich mehr Transaktionen“ aus. Man gehe zudem nicht davon aus, dass es sich bei den zunehmenden Deal-Aktivitäten um ein kurzfristiges Szenario handelt: 35 Prozent der Befragten glauben, dass der Anstieg über einen Zeitraum von zwölf Monaten anhält, weitere 30 Prozent rechnen mit einem sogar noch längeren Auftrieb.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Grund: Im Gegensatz zum oft kapitalintensiven Erwerb eines „gesunden Unternehmens“ kann der Kauf aus der Krise oder gar der Insolvenz eine interessante Alternative sein. Das nutzen derzeit wieder verstärkt die Private-Equity-Häuser am Distressed-Markt. Laut Deloitte-Studie liegen deren Aktivitäten zufolge auf einem historischen Höchststand: Waren in Vorjahren nur an etwa einem Drittel aller Distressed-M&amp;A-Transaktionen Finanzinvestoren beteiligt, stieg dieser Anteil zum Jahresende 2020 auf 42 Prozent. Gerade Mittelständler, die hier vor der Corona-Pandemie verstärkt auf strategische Zukäufe setzten, scheinen in Zeiten der Pandemie stärker mit anderen Themen befasst. Private-Equity-Investoren verfügen hingegen laut Studie wohl derzeit über eine größere Liquidität und legen einen Fokus auf diesen Bereich.</p>

<p class="wp-block-paragraph"><strong>Share Deal versus Asset Deal</strong></p>

<p class="wp-block-paragraph">Je nach Ausgangslage kommt bei der Transaktion von Krisenunternehmen der Share Deal oder der Asset Deal – die sogenannte übertragende Sanierung – zum Einsatz. Beim Share Deal erwirbt der Käufer die Gesellschaft durch den Kauf aller oder fast aller Anteile einer Personen- oder Kapitalgesellschaft. Beim Asset Deal wird das Vermögen der Gesellschaft in Form der einzelnen Wirtschaftsgüter übertragen, von denen sich der Käufer die „passenden“ aussucht. Dazu gehören: Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Einrichtungen oder Vorräte. Der Käufer sucht sich dabei die Assets aus, die er übernehmen will.</p>

<p class="wp-block-paragraph"><strong>Frühzeitig mögliche „Dealbreaker“ identifizieren</strong></p>

<p class="wp-block-paragraph">Übernahmeprozesse von krisenbehafteten Unternehmen weisen eine Reihe von Besonderheiten und Herausforderungen auf, die den Erfolg maßgeblich beeinträchtigen, unterstützen oder auch verhindern. Im Beratungsverbund ABG-Partner haben wir in den vergangenen Jahren eine Reihe von Transaktionen begleitet – viele waren erfolgreich, einige sind gescheitert. Wichtig ist die frühzeitige Identifikation von potenziellen Dealbreakern, also gefährdenden oder hinderlichen Faktoren. Dazu gehören zum Beispiel unterschiedliche Interessenlagen der Beteiligten – vor allem bei Verkäufen in der Insolvenz – oder die Kaufpreiserwartungen beider Seiten. Potentielle Erwerber fordern hier aufgrund der wirtschaftlichen Situation und schwierigen Planbarkeit des Erfolgs oft hohe Risikoabschläge. Auch „Schnäppchenjäger“ versuchen gerne, die Notlage des Unternehmens und den damit verbundenen Verkaufsdruck auszunutzen. Kaufpreisangebot und geforderter Preis liegen deshalb häufig weit auseinander.</p>
<p><strong>Unvollständiges Zahlenmaterial und wechselnde Rahmenbedingungen erschweren Prozess</strong></p>

<p class="wp-block-paragraph">Wichtige Ziele in den Verhandlungen sind: Vertrauen in das Unternehmen steigern und die Kaufpreishöhe im Sinne aller beeinflussen. Dies gelingt meist mit einer detaillierten Darstellung der Krisenursachen und des -verlaufs, mit umfassendem Zahlenmaterial zur Historie, mit Daten zum aktuellen Geschäftsverlauf und einer glaubhaften Planung sowie im Idealfall mit einem Sanierungskonzept oder einem Maßnahmenkatalog zur benötigten Restrukturierung. Wie bei jedem Geschäft müssen dem Käufer glaubhaft die zu erwartenden Potentiale aufgezeigt werden, wie beispielsweise positive Effekte für sein Geschäft, strategischer Nutzen und Synergien. Einfach ist das in der Praxis nicht, da Unterlagen und Zahlenmaterial oft nur unvollständig vorhanden sind. Der hohe Zeitdruck sowie die wirtschaftliche Lage lassen zudem selten eine schnelle und vollständige Aufarbeitung zu. Mit zunehmender Dauer der Krisen- oder Insolvenzphase muss man zudem von sich ändernden Parametern ausgehen, die den Transaktionsprozess zusätzlich erschweren oder den Abschluss sogar verhindern können: Das Abwandern von Schlüsselpersonal, der Verlust von wichtigen Kunden oder Hauptlieferanten sowie die Kürzung von Kreditlinien gehören dazu. Auch die Finanzierung eines Unternehmenskaufes in wirtschaftlicher Schieflage oder aus der Insolvenz heraus ist eine Hürde – denn zusätzlich zum Kaufpreis sind meist zusätzliche Gelder für die Betriebsfortführung und Durchführung von Restrukturierungsmaßnahmen nötig. Ein Lösungsansatz können hier bankenunabhängige alternative Finanzierungen sein, zum Beispiel Factoring oder Sale &amp; Lease Back.</p>

<p class="wp-block-paragraph"><strong>Breite Ansprache potentieller Investoren</strong></p>

<p class="wp-block-paragraph">Zu den Erfolgsfaktoren eines M&amp;A Prozesses gehören das Erkennen und Gegensteuern möglicher Dealbreaker, das Wissen und die Erfahrung zu grundsätzlichen Anforderungen eines M&amp;A Verfahrens, Verhandlungsgeschick, Kenntnisse zu Sanierung und gegebenenfalls insolvenzspezifischen Besonderheiten. Ebenfalls unerlässlich ist ein gezieltes und strukturiertes Vorgehen. Schon zu Beginn sollte man zudem auf eine möglichst breite und übergreifende Ansprache potentieller Investoren setzen, am besten mit einem Mix aus strategischen Kontakten und Finanzinvestoren. Die Erfahrung aus der Praxis zeigt, dass sich eine anfangs ausreichende Anzahl von Interessenten sehr schnell reduzieren kann. Und während beim Verkauf „gesunder Unternehmen“ die Due Diligence Phase mehrere Monate dauern kann, sind die zeitlichen Ressourcen in Krisensituationen begrenzt: Hier stehen für den gesamten Transaktionsprozess oft nur ein paar Wochen zur Verfügung. Daher muss dieser von einer hohen Transparenz, einem gesunden Pragmatismus aller Beteiligten sowie einer hohen Geschwindigkeit gekennzeichnet sein.</p>

<p class="wp-block-paragraph"><br /><strong>Die häufigsten „Dealbreaker“ auf einen Blick:</strong></p>

<p class="wp-block-paragraph">&#8211; Enger Zeitrahmen des Prozesses und Komplexität</p>

<p class="wp-block-paragraph">&#8211; Unterschiedliche Interessenlagen der Beteiligten</p>

<p class="wp-block-paragraph">&#8211; Keine Einigung bei der Kaufpreishöhe</p>

<p class="wp-block-paragraph">&#8211; Schlechte Datenlage im Unternehmen in Zusammenhang mit dem hohen Zeitdruck</p>

<p class="wp-block-paragraph">&#8211; Finanzierung scheitert</p>

<p class="wp-block-paragraph">&#8211; wichtige Rahmenparameter ändern sich (Lieferanten oder wichtige Kunden springen ab, Schlüsselpersonal wandert ab etc.)</p>

<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wesentliche Erfolgsfaktoren im Überblick: </strong></p>

<p class="wp-block-paragraph">&#8211; Strukturierter Prozess mit hoher Transparenz für alle Beteiligten</p>

<p class="wp-block-paragraph">&#8211; nachhaltiges Geschäftsmodell und „gesunder operativer Kern“</p>

<p class="wp-block-paragraph">&#8211; breite, übergreifende Ansprache potentieller Investoren</p>

<p class="wp-block-paragraph">&#8211; Offene Darstellung der Krisenursachen, vollständige Datenlage und Sanierungskonzept mit plausibler Unternehmensplanung</p>

<p class="wp-block-paragraph">&#8211; Erfahrenes Team oder erfahrene Berater als zentrale neutrale Moderatoren (Erfahrung nicht nur in M&amp;A Fragen, sondern auch in Sanierungen)</p>

<p class="wp-block-paragraph">&#8211; Schnelligkeit, Flexibilität und gemeinsames Ziel der Beteiligten, Pragmatismus</p>
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		<title>Hilfe, mein Geschäftspartner ist pleite. Was nun?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Simon Leopold]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Feb 2021 06:46:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nicht selten gerät das eigene Unternehmen durch die Insolvenz eines wichtigen Geschäftspartners ebenfalls ins Straucheln. Was kann getan werden, um sich entsprechend abzusichern? In der Regel kündigt sich die Krise [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://restartmagazin.de/aktuelles/hilfe-mein-geschaeftspartner-ist-pleite-was-nun/">Hilfe, mein Geschäftspartner ist pleite. Was nun?</a> erschien zuerst auf <a href="https://restartmagazin.de">Restart Magazin</a>.</p>
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									<p></p>
<p class="wp-block-paragraph"><em>Nicht selten gerät das eigene Unternehmen durch die Insolvenz eines wichtigen Geschäftspartners ebenfalls ins Straucheln. Was kann getan werden, um sich entsprechend abzusichern?</em></p>
<p></p>
<p></p>
<p class="wp-block-paragraph">In der Regel kündigt sich die Krise eines Vertragspartners über einen längeren Zeitraum an. Die Indikatoren dafür können vielfältig sein. Wenn sich einer oder mehrere der folgenden Indikatoren in den bisher stabilen Geschäftsbeziehungen zeigen, ist Vorsicht geboten:</p>
<p></p>
<p></p>
<p class="wp-block-paragraph">&#8211; Verändertes Zahlungsverhalten und/oder andere Zahlungswege</p>
<p></p>
<p></p>
<p class="wp-block-paragraph">&#8211; Häufig wechselnde und plötzlich schwer erreichbare Ansprechpartner</p>
<p></p>
<p></p>
<p class="wp-block-paragraph">&#8211; Ersuchen um Ratenzahlungen</p>
<p></p>
<p></p>
<p class="wp-block-paragraph">&#8211; Ungewöhnliche Fluktuation bei Management und/oder Mitarbeitern</p>
<p></p>
<p></p>
<p class="wp-block-paragraph">&#8211; Gerüchte in Wirtschaftskreisen, Negative Berichterstattungen in den Medien</p>
<p></p>
<p></p>
<p class="wp-block-paragraph">&#8211; Bei Lieferanten: reduzierte oder verspätete Leistungen, Qualitätsmängel, unübliche Preisnachlässe</p>
<p></p>
<p></p>
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Forderung contra Geschäftsbeziehung</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<p class="wp-block-paragraph">Liegt die Vermutung einer Krise bei einem Geschäftspartner nahe, stellt sich die Frage, welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind. Diese hängen letztlich von der eigenen Priorität ab: Hat die Realisierung rückständiger Forderungen Vorrang – im Zweifel auf Kosten der Geschäftsbeziehung? Oder ist die Fortsetzung der Zusammenarbeit wichtiger? Müssen also entsprechende Risikovorkehrungen getroffen werden?</p>
<p></p>
<p></p>
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorsicht ist besser als Nachsicht</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<p class="wp-block-paragraph">Grundsätzlich sollten sich Unternehmerinnen und Unternehmer bereits bei der Geschäftsanbahnung mit einem neuen Kunden oder Lieferanten absichern und das eigene Risiko minimieren. Dazu gehört als Grundvoraussetzung, dass die Unternehmensleitung wirtschaftliche Informationen über den Vertragspartner einholt – und diese auch in der laufenden Geschäftsbeziehung immer wieder überprüft.</p>
<p></p>
<p></p>
<p class="wp-block-paragraph">In der Vertragsgestaltung sollten stets feste Fälligkeitszeitpunkte für Zahlungen und Verzug vereinbart werden. Außerdem auch Lösungsklauseln festlegen, die dem Gläubiger schon beim Zahlungsverzug oder auch bei Vermögensverschlechterung die Vertragskündigung und die Ausübung von Sicherungsrechten ermöglichen. Dabei beachten: Lösungsklauseln, die für den Fall einer Insolvenz formuliert werden, sind unwirksam.</p>
<p></p>
<p></p>
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sonderrechte vereinbaren</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<p class="wp-block-paragraph">Insbesondere bei größeren Geschäften sollten insolvenzfeste Sicherungs- oder Absonderungsrechte vereinbart werden. Dadurch können unter Umständen eigene Forderungen auch außerhalb des eigentlichen Insolvenzverfahrens befriedigt werden. Allgemein üblich sind ebenso Patronatserklärungen und Bürgschaften, Schuldübernahmen oder Garantieerklärungen. Sofern diese in den eigenen Liefer-AGBs geregelt sind, ist darauf zu achten und zu überprüfen, dass sie tatsächlich wirksam vereinbart werden.</p>
<p></p>
<p></p>
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Agieren ist besser als Reagieren</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<p class="wp-block-paragraph">Zeigen sich Alarmzeichen, sollte ein Unternehmen aktiv auf den Geschäftspartner zugehen und die Probleme offen ansprechen. Es können auch Wege aufgezeigt werden, wie sich der Kunde oder Lieferant zeitnah mit Hilfe von Experten sanieren kann. Abhängig vom Stadium der Krise werden verschiedene Sanierungsmöglichkeiten geprüft, außergerichtlich oder zum Beispiel gerichtlich im Rahmen einer Eigenverwaltung.</p>
<p></p>
<p></p>
<p class="wp-block-paragraph">Eine Sanierung im Rahmen einer Insolvenz kann neue Handlungsoptionen eröffnen, zum Beispiel durch Sonderkündigungsrechte bei Verträgen oder das Insolvenzgeld. Die Bundesagentur für Arbeit unterstützt den Weg aus der Krise unter bestimmten Voraussetzungen durch die Zahlung der Lohn-  und Gehaltkosten für bis zu drei Monate. Häufig wird so eine Sanierung überhaupt erst möglich.  </p>
<p></p>
<p></p>
<p class="wp-block-paragraph"><br /><strong>Interne</strong><strong> Vorkehrungen treffen</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<p class="wp-block-paragraph">Im eigenen Controlling sollten für mögliche Krisen bei Geschäftspartnern ein Frühwarnsystem und ein konsequentes Risikomanagement eingerichtet werden. Dazu zählen: laufende Bonitätsbeobachtung, stringentes Mahnwesen und Budgetüberwachung. Durch Factoring oder Warenkreditversicherung lassen sich zudem Risiken auslagern. Im Fall der Fälle sollten eigene Forderungen mit Nachdruck durchgesetzt werden. Mit Liefersperren oder Insolvenzantrag sollte allerdings nicht gedroht werden, sonst sind Zahlungen anfechtbar.</p>
<p></p>
<p></p>
<p class="wp-block-paragraph">Bleiben größere Forderungen vorerst offen, kann die eigene Liquidität mit einer Refinanzierung oder Umschuldung abgesichert werden. Unter Umständen lassen sich auch gesellschafts-, steuer- und arbeitsrechtliche Maßnahmen einleiten – etwa Stundungen oder Kurzarbeit. Dazu ist es jedoch ratsam, sich externe Beratung an Bord zu holen.</p>
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<p></p>
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auf Kompromisse setzen</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<p class="wp-block-paragraph">Mit dem strauchelnden Geschäftspartner können alternative Zahlungsvereinbarungen, beispielsweise Vorkasse, abgeschlossen werden. Forderungen können, wenn aussichtsreich und nicht zu riskant, auch in eine Beteiligung am Unternehmen umgewandelt werden. Ratenvereinbarungen oder ein teilweiser Forderungsverzicht können weitere Möglichkeiten sein – hier kommt es jedoch auf die Umstände an und man sollte vorsichtig agieren. Im schlimmsten Fall ist eine Ratenvereinbarung anfechtbar, wenn es wirklich zur Insolvenz kommt.</p>
<p></p>
<p></p>
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und im Insolvenzfall?</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<p class="wp-block-paragraph">Hat der Geschäftspartner bereits einen Insolvenzantrag gestellt, ist es besonders wichtig, schnell zu agieren. Hat das Gericht einen vorläufigen Insolvenzverwalter oder Sachwalter eingesetzt, sollten Gläubiger auf diesen oder in der Eigenverwaltung auf den Unternehmer zugehen und an einer gemeinsamen Lösung arbeiten.</p>
<p></p>
<p></p>
<p class="wp-block-paragraph"><em>Auch Sie haben einen Geschäftspartner in Nöten? Oder möchten Sie sich vorsorglich absichern? Unsere Ansprechpartner </em><em>helfen Ihnen gern weiter.</em></p>
<p></p>
<p></p>
<p></p>
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<p class="wp-block-paragraph"></p>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">beitrag von Simon Leopold</h2>				</div>
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									<p><span style="color: #000000; font-family: Arial, sans-serif;">Geschäftsführer ABG Consulting-Partner GmbH &amp; Co. KG</span></p>
<p>Telefon: +49 351 437 55-48</p>
<p><a href="mailto:leopold@abg-partner.de">leopold@abg-partner.de</a></p>
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